Tag der Kräuter
Frische Kräuter — Pesto, Kräuterbutter, Öle

Woher kommt Tag der Kräuter?
Der Tag der Kräuter im Frühjahr würdigt den frischen Austrieb der Küchenkräuter, der in Deutschland je nach Witterung meist ab April einsetzt und im Mai seinen ersten Höhepunkt erreicht. Anders als der spätsommerliche Kräutertag, der die Haupterntezeit und das Konservieren für den Winter feiert, steht der Frühjahrstermin ganz im Zeichen der zarten, jungen Triebe, die zu dieser Jahreszeit besonders mild und aromatisch schmecken, bevor sie im Hochsommer intensivere, teils bitterere Aromen entwickeln. Historisch war das frühe Frühjahr für die Landbevölkerung eine wichtige Übergangszeit: Nach den kargen Wintermonaten lieferten die ersten frischen Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Bärlauch und junge Brennnessel dringend benötigte Vitamine und galten volksmedizinisch als reinigende "Frühjahrskur" für den Körper. Klostergärten des Mittelalters legten großen Wert auf einen möglichst frühen Austrieb ihrer Kräuterbeete, um die Fastenzeit-Küche zu bereichern und zugleich Heilkräuter für die Klosterapotheken bereitzustellen. Die traditionelle Neun-Kräuter-Suppe zur Gründonnerstagszeit, die je nach Region unterschiedliche Wildkräuter wie Bärlauch, Löwenzahn oder Girsch enthält, gilt als eines der ältesten erhaltenen Frühjahrs-Kräuterrituale im deutschsprachigen Raum.
3 Fakten zu Tag der Kräuter
Quellen: Statista Marktprognose — Gewürze & Kräuter Deutschland
Warum wird der Tag gefeiert?
Im Frühjahr prägen vor allem zarte, mild schmeckende Kräuter die deutsche Küche: Schnittlauch verfeinert Quark und Kartoffeln, Petersilie findet sich in Suppen und Saucen, und Bärlauch, der wild in Laubwäldern wächst, erlebt zwischen März und Mai eine regelrechte Hochsaison, in der er zu Pesto, Butter oder Suppe verarbeitet wird. Wildkräutersammeln hat in den letzten Jahren einen spürbaren Aufschwung erfahren: Geführte Kräuterwanderungen, bei denen erfahrene Kräuterkundige essbare Wildpflanzen wie Giersch, Löwenzahn, Bärlauch und Gänseblümchen vorstellen, werden von Volkshochschulen, Naturparks und privaten Anbietern zunehmend nachgefragt. Die traditionelle Gründonnerstagssuppe aus neun oder sieben verschiedenen Frühjahrskräutern wird in manchen Regionen bis heute zubereitet und gilt als symbolischer Brauch, der die Fastenzeit kulinarisch abschließt und den Körper mit den ersten frischen Vitaminen des Jahres versorgt. Auf Wochenmärkten und in Gärtnereien ist im Frühjahr das Angebot an Kräuterjungpflanzen besonders groß, da viele Hobbygärtner zu dieser Zeit ihre Balkonkästen und Kräuterbeete für die kommende Saison bepflanzen. Kräuter wie Basilikum, das kälteempfindlich ist, werden meist erst nach den letzten Frösten Mitte Mai ausgepflanzt, während robustere Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Minze bereits deutlich früher gesetzt werden können. Regional unterscheiden sich die bevorzugten Frühjahrskräuter: Während in Süddeutschland und Österreich Bärlauch eine besonders große Tradition hat und dort in eigenen Bärlauchfesten gefeiert wird, sind in Norddeutschland eher milde Kräuter wie Schnittlauch und Dill für Fischgerichte gebräuchlich. Auch ernährungsphysiologisch gelten die jungen Frühjahrstriebe als besonders wertvoll, da sie nach der lichtarmen Winterzeit reich an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen sind. Kräuterquark und Frühlingssuppen mit frischen Kräutern gehören in dieser Jahreszeit zu den beliebtesten leichten Gerichten, die den Übergang vom deftigen Winteressen zur leichteren Frühjahrsküche markieren. Der Frühjahrs-Kräutertag ergänzt damit thematisch den spätsommerlichen Kräutertag: Wo im Mai der zarte Neuanfang und die Vitaminreichtum der jungen Triebe im Vordergrund stehen, geht es im Spätsommer um die volle Erntekraft und das Haltbarmachen für den Winter.
Die passenden Rezepte
Was du am 2. Mai posten könntest
Häufige Fragen zu Tag der Kräuter
Was im Mai Saison hat
Tag der Kräuter fällt in den Mai. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
Was als Nächstes kommt
110 Food Days
das ganze Jahr vorbereitet.
Jeder Food Day mit passendem Rezept-Vorschlag — kostenlos und frei zugänglich. Verpass keinen: der Saison-Newsletter erinnert dich einmal im Monat.