Tag des Tees
Selbstgemachte Tees, Eistees, Sirupe

Woher kommt Tag des Tees?
Tee gehört nach Wasser zu den meistkonsumierten Getränken der Welt. Der Legende nach entdeckte der chinesische Kaiser Shennong um 2737 v. Chr. den Tee zufällig, als Teeblätter von einem wilden Strauch in seinen kochenden Wasserkessel wehten. Historisch belegt ist die Teekultur in China seit mindestens der Han-Dynastie, von wo aus sie sich über Jahrhunderte nach Japan, in den arabischen Raum und schließlich, ab dem 17. Jahrhundert durch niederländische und britische Handelskompanien, nach Europa verbreitete. In Deutschland entwickelte sich vor allem Ostfriesland zur bedeutendsten Teeregion, da niederländische Händler bereits im 17. Jahrhundert Tee über die Häfen an der Nordseeküste einführten und die ostfriesische Bevölkerung den Tee rasch in ihren Alltag integrierte. Die Vereinten Nationen riefen 2019 offiziell den "International Tea Day" ins Leben, um die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung von Tee für Anbauländer wie China, Indien, Kenia und Sri Lanka zu würdigen, wo Millionen Kleinbauern von der Teeproduktion leben.
3 Fakten zu Tag des Tees
Quellen: Nibelungentee — Sind die Ostfriesen wirklich Weltmeister im Teetrinken?
Warum wird der Tag gefeiert?
Ostfriesland hat mit rund 300 Litern Tee pro Kopf und Jahr den höchsten Teekonsum Deutschlands und zählt international zu den teetrinkfreudigsten Regionen überhaupt. Die traditionelle Ostfriesische Teezeremonie folgt einem festen Ablauf: Zunächst wird ein Stück Kandiszucker (Kluntje) in die Tasse gelegt, der beim Übergießen mit heißem Tee hörbar knistert, anschließend wird vorsichtig Sahne eingegossen, die sich zu charakteristischen "Wulkjes" (Wölkchen) formt, ohne umgerührt zu werden – der Tee wird schichtweise getrunken, von der cremigen Sahne über den kräftigen Tee bis zum süßen Kandis am Boden der Tasse. Diese Teezeremonie wurde 2016 von der Deutschen UNESCO-Kommission als immaterielles Kulturerbe anerkannt. International ist die Teekultur ebenso vielfältig: In Großbritannien gehört die Nachmittagsteestunde ("Afternoon Tea") mit Gebäck und Sandwiches zur festen Tagesstruktur, in Japan zelebriert die traditionelle Teezeremonie (Chanoyu) mit Grüntee-Pulver Matcha eine jahrhundertealte, hochritualisierte Ästhetik, und in Marokko wird gesüßter Minztee traditionell aus großer Höhe eingeschenkt, um Schaum zu erzeugen. In Deutschland außerhalb Ostfrieslands hat sich in den letzten Jahren zudem eine wachsende Spezialitäten-Teekultur etabliert, mit eigenen Teeläden, die neben klassischem Schwarztee auch Grüntee, Oolong, Kräuter- und Früchtetees sowie aufwendige Teemischungen anbieten. Am Internationalen Tag des Tees informieren Fair-Trade-Organisationen und Teehändler häufig über die Arbeitsbedingungen in Anbauländern und bewerben fair gehandelten Tee, während Teeläden vielerorts kostenlose Verkostungen seltener Sorten anbieten, um Kunden die geschmackliche Bandbreite von Tee näherzubringen. Auch gesundheitliche Aspekte spielen am Tag des Tees eine Rolle: Kräuter- und Früchtetees gelten in Deutschland traditionell als bewährtes Hausmittel bei Erkältungen und Magenbeschwerden, während grüner und schwarzer Tee wegen ihres Gehalts an Antioxidantien und Koffein zunehmend wissenschaftlich untersucht werden. Für viele Menschen ist die Zubereitung von Tee zudem ein bewusster Moment der Entschleunigung im Alltag, weshalb sich in den letzten Jahren parallel zur Kaffeekultur auch eine wachsende Szene an Teehäusern und spezialisierten Online-Teehändlern etabliert hat, die seltene Ernten und handgepflückte Spezialitäten anbieten. Manche Betriebe legen dabei besonderen Wert auf Transparenz zur Herkunft und den Anbaubedingungen in den jeweiligen Ursprungsländern.
Die passenden Rezepte
Minz-Mojito (Mocktail)
Rezept ansehen →Minz-Joghurt-Dressing
Rezept ansehen →Yayla Çorbası
Rezept ansehen →Was du am 21. Mai posten könntest
Häufige Fragen zu Tag des Tees
Was im Mai Saison hat
Tag des Tees fällt in den Mai. Passend dazu: saisonale Zutaten und Rezepte für diesen Monat.
Was als Nächstes kommt
110 Food Days
das ganze Jahr vorbereitet.
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